MBCT-Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie 

Du kannst es nicht verhindern, dass die Vögel der Besorgnis über deinen Kopf fliegen,

aber du kannst es verhindern, dass sie sich in deinem Kopf ein Nest bauen. Asien


Bild: Mark Williams, MBCT Kurse Depressionen und Burnout
Mitgefühl und Zuversicht stärken.

Depressionen und Burnout vorbeugen und Rückfälle vermindern.

Der Begriff Depression beschreibt ein breites Spektrum von Symptomen, von der Melancholie über Trauer bis zu belastenden Gefühlen der Sinnlosigkeit und Leere, Angst und Hoffnungslosigkeit.

Depressionen gehören zu den am weitesten verbreiteten psychischen Erkrankungen.

Ein Problem bei depressiven Störungen ist das hohe Rückfallrisiko, sowie die Angst der Betroffenen, einem erneuten Rückfall hilflos ausgeliefert zu sein.

Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie / MBCT, wurde u.a. von den Professoren Mark Williams und John Teasdale entwickelt, um Menschen die häufiger unter Niedergeschlagenheit leiden und/ oder mehrfach depressive Episoden durchlebt haben, eine Methode an die Hand zu geben, die das Risiko eines Rückfalls verringert. 

MBCT kombiniert die Kernelemente aus dem MBSR-Kurs mit Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie in einem Acht-Wochenkurs. 

Wissenschaftliche Studien lassen darauf schließen, dass die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie, das Rückfallrisiko bei depressiven Episoden um bis zu 50% zu reduzieren. Wissenwertes

Rückfälle erkennen

Im MBCT Kurs lernen die Teilnehmer*innen Frühwarnsymptome wie depressionsfördernde Gedanken,  Verhaltensweisen, Gefühle und Körperempfindungen rechtzeitig wahrzunehmen und abzumildern bzw. zu unterbrechen. 

Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist , das Zusammenspiel zwischen Gedanken, 

Körperreaktionen und Handlungsabläufen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu lernen, dieser Abwärtsspirale nicht automatisch zu folgen.

Die Teilnehmer*innen können erfahren, dass es möglich ist, nicht immer wieder hilflos die gleichen Wege gehen zu müssen, die ihnen in der Vergangenheit Probleme bereitet haben.

Neben den formalen Achtsamkeitsübungen ( Bodyscan, Meditation und Yoga) und der Schulung der Achtsamkeit im Alltag, beinhaltet das Programm grundlegende Informationen zum Thema Depressionen und Burnout und greift auf Übungen der kognitiven Verhaltenstherapie zurück (s.u.)

MBCT ersetzt keine Therapie, sondern ist für Menschen geeignet, die akut nicht depressiv sind, aber bereits mehrere depressive Episoden erlebt haben. 

Auch für Menschen, die nicht an einer diagnostizierten Depression erkrankt sind, sich aber in einer niedergedrückten Gemütsverfassung befinden, z.B. nach einem Verlust, längerer Phase der Überforderung (Burnout), chronischen Erkrankung oder anderen schwierigen Lebensumständen, kann dieser Kurs sehr hilfreich sein. 

Vorgespräch

Ein telefonisches oder ggf. ein persönliches Vorgespräch, ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Kurs. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

 Die regelmäßige Praxis ist ein wesentliches Element des Programms. 

Um die Qualität der Achtsamkeit wirksam werden zu lassen, ist es wichtig, die im Kurs erlernten Übungen in den Alltag  zu integrieren und diese regelmäßig zu praktizieren. 

Teilnehmende erhalten eine CD mit Übungsanleitungen und schriftliches Material zur Unterstützung bei der Praxis zu Hause. 

Der Kurs ist für Personen geeignet,


Bild; MBCT- Rosinenübung
Innehalten, um Kraft zu schöpfen.
  • die akut nicht depressiv sind, aber bereits mehrere depressive Episoden erlebt haben,
  • die sich häufig niedergeschlagen fühlen und sich nur schwer aus Grübeleien lösen können,
  • die eine Ergänzung zur medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung suchen.
  • die an einer achtsamen Lebenshaltung interessiert sind. 

Format

  • Acht - Wochenkurs 
  • 1x wöchentlich,  jeweils 2 1/4 Stunden
  •  Einen Achtsamkeitstag am Wochenende, von 10-16 Uhr
  • Teilnehmer*innen:  6-10   Termine

Der MBCT- Kurs beeinhaltet,


Bild: MBCT- Schöneberg
Zur Besinnung kommen.
  • Informationen zum Thema Depressionen und Burnout 
  • Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie zur Wahrnehmung und Veränderung belastenden Gedanken,  Grübelei und Stimmungen.
  • Unterstützung im Umgang mit Selbstzweifel, Schuldgefühle und Sorgen.
  • Selbstführung und Selbstakzeptanz, (Resilienz).
  • Integration der eigenen Achtsamkeitspraxis im alltäglichen Leben.

Achtsamkeitspraxis

  • Sitzmeditation
  • Gehmeditation
  • Bodyscan
  • Einfache Yoga und Dehnübungen
  • Achtsamkeitsübungen bei alltäglichen Verrichtungen. 
  • Entspannungsübungen