Die Praxis der Achtsamkeit ist ein lebendiges, unmittelbares Entdecken und Erleben - egal ob wir gerade abwaschen, essen, gehen, im Auto sitzen, oder auf einem Meditationskissen.
Sie lädt uns ganz schlicht und einfach immer wieder ein,
inne zu halten und sich dem Leben unmittelbar zuzuwenden - unabhängig davon, ob wir uns gerade in einem angenehmen oder unangenehmen Zustand befinden.
"Das Denken ist ein wunderbarer Diener, aber ein schlechter Meister!“ "Gleich eines Reisenden, der in seinem Reiseführer versunken ist und dabei vergisst, dass die Informationen über das Land, nicht das Land ist,
so vergessen wir all zu häufig, dass die Gedanken über uns und das Leben, nicht das tatsächliche Leben ist."
Achtsamkeit fördert die Fähigkeit, im Augenblick anwesend zu sein (Präsenz), Empfindungen und Gedanken, mit einer natürlichen Distanz wahrzunehmen, ohne sich in Bewertungen, Grübeleien oder anderen gedanklichen Aktivitäten zu verlieren.
Balance zwischen "Sein und Tun!“
Wir neigen, besonders in schwierigen Situationen dazu, automatisch zu reagieren, indem wir bekannte Bewertungen und Strategien folgen –egal, ob diese Reaktionen gerade hilfreich sind oder eher stressverstärkend.
Eine annehmende Haltung ermöglicht uns, ein tiefes Verständnis für unsere Bedürfnisse, Motive und Wünsche zu entwickeln und unsere Gedankenkonzepte, Gefühle und Verhaltensmuster klar zu erkennen. Erst dann ist es möglich, sich zu entscheiden, auch mal in einer anderen, vielleicht angemesseneren Art und Weise zu reagieren.
Neue Perspektiven und Handlungsweisen können sich spontan ergeben.
Ein alter und ein junger Mönch sind auf dem Weg ins Kloster.
Plötzlich hört der Ältere eine Stimme, die um Hilfe ruft. Er schaut sich um und sieht eine wunderschöne Frau hilflos an einem Bach stehen. Sie bittet ihn, er möge sie doch über den Bach tragen.
Der Mönch strahlt; ohne zu zögern nimmt er die Frau auf den Arm und trägt sie auf die andere Seite. Die beiden Mönche setzen ihren Weg fort. Nach einiger Zeit sagt der Jüngere entrüstet: "Ist es uns nicht verboten eine Frau anzusehen? Du hast sie sogar berührt!.“ Der ältere Mönch sieht den Jüngeren erstaunt an und sagt: "Ich habe die Frau vor zwei Stunden abgesetzt.
Pass bloß auf, sonst wirst du sie uns noch ins Kloster tragen."
Die heilende Kraft der Achtsamkeit/Artikel
Achtsamkeit unterstützt uns,