Vergleichen wir den Geist mit der Oberfläche des Meeres.
Auf dem Meer gibt es immer Wellen, manchmal große, manchmal kleine. Das Ziel von Achtsamkeit besteht nicht darin die Wellen zu verhindern, sondern diese wechselhaften Zustände unmittelbar wahrzunehmen, ohne im unendlichen Strom der Gedanken und Gefühle zu versinken. Lernen wir „auf den Wellen zu reiten“.
in denen wir uns unbelastet von irgendwelchen Sorgen und Sehnsüchten fühlen. Wir sind mit dem, was gerade geschieht einverstanden - unabhängig davon, ob die Situation angenehm oder unangenehm ist. Wir tun das, was im Moment für uns möglich ist. Besonders in schwierigen Situationen neigen wir aber eher dazu,
wie von einem Autopiloten gesteuert, immer wieder die gleichen
„Neuronalen Trampelpfaden" zu benutzen. Wir halten selten inne, um die auftauchenden Gefühle und
Gedanken wahrzunehmen und zu entscheiden, ob es jetzt hilfreich,
diesen Gedanken oder Handlungsimpuls zu folgen, oder ob sie eher den Ärger,
die Wut oder Niedergeschlagenheit noch verstärken.
Wer sich innerlich so getrieben fühlt, dem kann Achstsamkeit helfen.
Die
Grundlage der Achtsamkeitspraxis ist das Gewahrwerden dessen, was
sich gerade im Vordergrund
unserer Erfahrung abspielt.
Achtsamkeit
lädt uns ganz schlicht und einfach immer wieder ein, innezuhalten
und sich dem Leben jetzt im
Augenblick zu öffnen.
Sich
dem zuzuwenden was gerade geschieht stärkt unsere Fähigkeit,
anwesend zu sein, äußere Eindrücke, sowie Körperempfindungen und
Gedanken mit einer natürlichen Distanz wahrzunehmen, ohne uns in
Bewertungen oder Grübeleien zu verlieren.
Achtsamkeit
zeigt uns einen Weg „zur Besinnung zu kommen“.
So
werden wir uns immer wieder der Einzigartigkeit des gegenwärtigen
Augenblicks bewusst und können Kraft schöpfen, unabhängig davon,
ob wir gerade eine schöne und wohltuende oder eine schmerzhafte
Erfahrung machen.
Der
einfachste Weg, mit der eigenen Kraft und Lebendigkeit wieder in
Kontakt zu kommen ist, erstmal innezuhalten und aufzuhören, die
Dinge jetzt imMoment anders
haben zu wollen, als sie gerade sind.
Dazu braucht es Sanft- mut sich
selbst gegenüber, einen offenen Geist und ein ebensolches Herz.
Balance
zwischen „Sein und Tun“
Innehalten bedeutet nicht sich passiv zu sein.
Eine
annehmende und vorurteilsfreie Haltung
ermöglicht
erst ein tiefes Verständnis für unsere
Bedürfnisse, Motive
und Wünsche.
Wir können
unverzerrte Einblicke in unseren gewohnheitsmäßigen Gedankenkonzepte und Reaktionsmustern gewinnen.
Das erleichtert die
Entwicklung neuer Perspektiven
und Handlungsweisen, sowie
einen entspannten
Umgang mit unseren
Gedanken und Gefühlen.
Achtsamkeit
hat in der buddhistischen Lehre einen zentralen Stellenwert, wobei
eine achtsame Lebensweise völlig unabhängig von einer Religion oder
Ideologie verstanden wird.
mehr Freude und Gelassenheit im alltäglichen Leben zu erfahren;
auch in schwierigen Lebensphasen gegenwärtig und zuversichtlich zu sein;
weniger in Schmerz, Gedankenketten und Stimmungengefangen sein;
sich weniger von geistigen und emotionalen Vorgängen überwältigen zu lassen;
mehr Selbstakzeptanz und Mitgefühl für sich und andere zu entwickeln;
Achtsamkeit ist keine Entspannungsmethode oder Therapie. Sie ist lebendiges, unmittelbares Entdecken und Erleben, dessen was geschieht - egal ob wir gerade abwaschen, essen, gehen oder auf einem Meditationskissen sitzen. Kurstermine: MBSR / MBCT
"Es gibt viel weniger zu tun, als wir denken!"
"Du
kannst es nicht verhindern, dass die Vögel der
Besorgnis
über deinen Kopf fliegen, aber du
kannst
verhindern, dass sie sich in deinem
Kopf
ein Nest bauen." Asiatische Weisheit